Indie Mag im DIY: Wie es dir gelingt im Eigenwerk-Magazin gefeatured zu werden?

Februar 03, 2015

Indie Mag? Jep, heute melde ich mich nicht mit einer DIY-Anleitung zurück, aber mit einem genauso spannenden Thema. Der eine oder andere wird diesen Ausdruck schon mal gehört haben - ich meine Indie Mag. Es steht für Independent Magazines. Independent, weil diese Zeitschriften ohne einen Großverlag verlegt werden - boom, wow - echt jetzt?! Und da es von diesen mittlerweile sooo viele in den unterschiedlichsten Bereichen gibt, habe ich mich aufgemacht nach den Indie Mags im DIY-Bereich zu suchen. Und da eine Auflistung doch irgendwie öde wäre, habe ich mich kurzer Hand mit den Redakteuren in Kontakt gesetzt - denn ich wollte es aus erster Hand wissen.

Indie Mags sind für mich deswegen so spannend, weil sie einen Gegenpol zum Mainstream bilden. Es geht häufig um Nischeninteressen und genau diese interessieren mich.

Neben einem super interessanten Interview mit Christian vom Eigenwerk-Magazin, erwartet euch am Ende auch ein Gewinnspiel für den neuen Kalender 2015 vom Eigenwerk-Magazin! Das Jahr ist noch frisch, also mitmachen!!

Lieber Christian, was ist das Eigenwerk-Magazin?

Das Eigenwerk-Magazin ist das kreative DIY-Magazin für Macher. Jede Ausgabe des Eigenwerk-Magazins bietet tolle Anleitungen, Berichte aus der Handmade-Szene, eine große Portion Inspiration und ganz viel Selbstgemachtes. Eigenwerk kommt direkt aus der kreativen Szene, ist ehrlich, echt und – wie sollte es anders sein: selbstgemacht. Dabei wirft das Magazin einen Blick in alle Bereiche des Do-it-yourself und konzentriert sich in jeder Ausgabe auf ein Thema, das von den unterschiedlichsten Seiten betrachtet wird. Der Mensch mit seinem Schaffensdrang steht dabei im Fokus.

Früher war es fast gar nicht möglich ein Magazin ohne einen Großverlag aufzulegen. Was hat dich motiviert es in Eigenregie zu tun?

Mit dem Magazin habe ich 2010 zusammen mit einer Freundin gestartet. Damals als Online-PDF, das wir über die Plattform issuu.com veröffentlicht haben. Da das Feedback so überragend war und auch stark nach einer gedruckten Variante gefragt wurde, haben wir uns mit der fünften Ausgabe dazu entschlossen, eine kleine Auflage zu drucken und sie über unsere Homepage zu verkaufen. Auch das hat gut funktioniert und die Hefte waren schnell ausverkauft. Über die nächsten Ausgaben hat sich dann eine ständig wachsende Leserschaft entwickelt, das Heft wurde immer bekannter in der Handmade-Szene. Diese Entwicklung hat mich schließlich dazu bewegt, das Eigenwerk-Magazin ab letztem Jahr in größerer Auflage drucken zu lassen und auch den Vertrieb über den Bahnhofsbuchhandel und Kioske anzugehen.
Indie Mag Eigenwerk Magazin

Ich bin wahnsinnig neugierig: Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?

Einen typischen Arbeitsalltag gibt es eigentlich nicht. Es gibt immer die Phase der Produktion und die Phase dazwischen. Da kümmere ich mich dann um Kooperationen usw. Ich schreibe täglich etliche E-Mails, kümmere mich um den Heftversand der Bestellungen, die Abo-Abwicklung und was es sonst noch so zu erledigen gibt. Während der Produktion koordiniere ich die Artikel und ihre Autoren, setze selber Projekte um und füge alles im Layout zusammen.

Für viele, gerade kleinere Labels, ist es unvorstellbar in einem Indie Mag wie dem Eigenwerk-Magazin gefeatured zu werden. Gibt es einen Tipp, wie Kreative es doch schaffen?

Weshalb unvorstellbar? Mein Magazin lebt vom Input aus der kreativen Szene! Da ich ja ohne einen großen Verlag im Rücken dastehe, bin ich auf die Mitarbeit von anderen angewiesen. Ich sehe mein Magazin als Medium aus und für die Handmade-Szene! Jeder kann seinen Beitrag leisten und Themen einbringen. So bleiben die Inhalte „echt“ und geben das wieder, was bei kleinen Labels und Designern passiert. Das Heft soll eben neben den Anleitungen immer auch aufzeigen, dass man im kreativen Sektor seinen Weg gehen kann und abseits der Massenproduktion großartige Dinge entstehen.

Dein Indie Mag hat in jeder Ausgabe einen Themenschwerpunkt wie Papier oder Recycle. Wie entsteht ein typischer Redaktionsplan? 

Ich habe mich von Anfang an für eine monothematische Vorgehensweise beim Eigenwerk-Magazin entschieden. So hat man die Möglichkeit, sich ganz auf ein Thema zu fokussieren und dieses von den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu betrachten. Also steht als erstes vor jeder neuen Ausgabe die Frage nach dem Themenschwerpunkt. Neben den einzelnen Materialien wie Papier, Stoff etc. gibt es auch weiterführende Themen wie zum Beispiel zuletzt Party. Meist habe ich schon einige Themen im Kopf, weitere finde ich durch endlose Recherche. Es soll immer eine bestimmte Anzahl an Anleitungen geben, ergänzt mit Label-Portraits und interessanten redaktionellen Berichten. So fügt sich dann der Plan zusammen – der allerdings während der Produktion auch immer wieder verändert wird.

Fast jeder hat einen Spruch im Kopf, den er einmal gelesen hat und nie wieder vergisst. Welcher ist deiner?

„Wähle deine Einstellung.“ So simpel wie wahr – man hat es selbst in der Hand, ob man von etwas gestresst oder genervt ist, ob man Dingen positiv oder negativ gegenüber steht.Gewinnspiel Eigenwerk Indie Mag

UPDATE: Vielen Dank für eure schönen Kommentare zum Thema Indie Mag und inbesondere dem Eigenwerk. Ich habe einfach mal den Zufallsgenerator entscheiden lassen (siehe unten). Damit ist die Nr. 2 CATHY die glückliche Gewinnerin. Ich schreibe dir heute noch eine E-Mail.

PS. In den nächsten Wochen kommen weitere schöne Gewinnspiele.

 


Teilnahmebedingungen: Am Gewinnspiel für den Kalender 2015 von Eigenwerk kann jeder teilnehmen, der mind. 18 Jahre als ist und der diesen Beitrag kommentiert. Das Gewinnspiel läuft bis zum 08.02.2014, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtig und natürlich hier im Blog.
Bacio, Anastasia

Kommentare:

  1. Das Eigenwerk Magazin kene ich schon recht lange und habe es immer total gerne gelesen.
    Ich hoffe das Magazin gibt es noch ganz lange
    lg dodo

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    1. Da kann ich mich nur anschließen :)

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  2. Ich bin ein großer Fan von Indie Mags. Ich habe da immer das Gefühl, dass die Macher sich noch viel mehr Mühe geben und sich viel mehr Gedanken über die Inhalte machen. Ist vermutlich auch so. Von den Eigenwerklern bin ich immer wieder begeistert und verfolge den Blog und für das erste Eigenwerk Magazin, was es auch am Kiosk gab und nicht nur Online bestellt werden konnte, bin ich sogar eine Stunde nach Köln gefahren. Einfach gut!

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    1. Hi Cathy, danke für diesen schönen Kommentar! Der wird Christian bestimmt super freuen.

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  3. Für mich ist das Thema so gut wie neu. Ich kenne zwar ein paar Magazine, die mit Bloggern aus der DIY-Szene zusammen arbeiten, habe mir aber noch nie eines gekauft. Ich bin seit ein paar Tagen am überlegen, ob ich mal in ein Magazin schauen sollte und ob es sich für mich als Blogger überhaupt lohnt. Meine Angst ist, dass ich viele Themen finde, die mich gar nicht interessieren. Dafür muss ich aber den Schritt wagen und eines einfach mal kaufen.
    Dein Beitrag hat mich in jedem Fall noch mehr motiviert, das Thema endlich mal anzugehen. Vielleicht lohnt es sich ja auch, einen Beitrag über das ein oder andere in dem Magazin in meinem Blog zu schreiben.

    Liebe Grüße Mareike

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    1. Hallo Mareike, ich persönlich liebe Indie Mags wirklich sehr. Natürlich sind sie höherpreisig und ich muss gestehen, dass ich selber keine Abos habe. Ich kaufe sie mir einfach hin und wieder und liebe es auch einfach in die unterschiedlichen DIY Mags reinzublättern. Es ist wohl wie in allen Zeitschriften, dass einen nicht alles interessiert. Aber ich finde, dass gerade im DIY Bereich vieles, was ich zum Beispiel beim Nähen sehe, vielleicht auch von der Form etc. auf das Häkeln anwenden kann. Als Inspirationsquelle top :)

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  4. Das Eigenwerk-Magazin ist toll, ich habe schon ab und zu online darin gelesen. Das ist so herrlich erfrischend unkommerziell.
    Stellst du noch mehr Indie-Mags vor?
    Ich kenne nämlich gar keine außer dem Eigenwerk-Magazin. Bei mir in der näheren Umgebung gibt's auch keinen Bahnhofsbuchhandel, wo man mal ein bisschen schauen könnte. Ich lese gerne Handmade-Kultur, Mollie und Flow, die vielleicht mal ein bisschen Indie waren, aber die kommen ja inzwischen alle von großen Verlagen.

    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Hallo Biggi, ja es kommen noch einige Interviews mit Indie Mags. Allerdings zählen Molli und Flow tatsächlich nicht dazu. Lass dich überraschen :)

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  5. Hallo,
    ich mag Indie Mags sehr gern und gönne mir hin und wieder eins, in dem ich dann genüsslich schmökern kann :)
    Der Kalender sieht sehr hübsch aus :)
    Liebe Grüße, Betty
    betty5[at]gmx.at

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  6. Anonym3.2.15

    Liebe Anastasia, deine Ankündigung gefällt mir: ich freu mich sehr über weitere Indie Mags-Tipps! Ich bin momentan eh auf der Suche nach nem neuen Magazin, das zu mir passt :) Danke fürs auf-dem-Laufenden-halten und bitte gerne weiter so!
    Ich grüß dich! Manu

    manu aet coltran punkt de

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  7. Ich bin Filzkunsthandwerkerin und habe Eigenwerk schon als Online-Mag gelesen und mag es sehr.
    Immer wieder finde ich Ideen und Anregungen für mein eigenes Arbeiten! Einfach gut!
    Grüße von
    Steph von Die Filzerei

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  8. Liebe Anastasia, ich finde Eigenwerk klasse !!! Vielen Dank für dein Interview :-)
    helga (Follower/w/neu)

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  9. Anonym8.2.15

    Ich liebe Indie Mags...zugegeben, gelesen hab ich sie bisher immer nur online ;-)
    Ich "sauge" alles in mich auf, dann einmal kräftig schütteln und raus kommt ein neues Projekt.
    Das Interessante für mich sind eigentlich immer die "Geschichten dahinter", das macht die ganze Sache persönlich. Vielen Dank für den Input.

    Liebe Grüße
    Susanne

    susa62m

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